Mittwoch, 29. Juni 2016

60 Jahre Bruno Gmünder: "Einer der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland" hat sich klammheimlich vom Acker gemacht.


Glückwunsch zu 60 Lebensjahren.

Die hier versammelten 78 Blogeinträge vergällen jedoch vielen die Feierfreude.

1956 - 2016, Eloge

Am 29. Juni 1956 bringt eine Frau Gmünder in Spaichingen am Dreifaltigkeitsberg "einen der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland" zur Welt!

Jugendjahre: "...Ich war ja bis 1987, bis ich 22 war, nicht schwul. Ich war links. Ich hatte auf dem Internat Lenin, Stalin und Marx an der Wand hängen, sass in Stammheim in den Verhandlungen..." (B.G. in taz 18.6.2011) 

Dem folgen 30 Jahre als machtbesessener Chef einer streng kapitalistisch ausgerichteten Porno-Toys-Unterwäsche-Magazine-Bücher-Sexshops-usw-Geldquelle, die er 2011 abstößt. 

Seither, d.h. fünf stürmische Jahre lang, schlingerte sein Lebenswerk (und das seines Freundes Christian von Maltzahn, 1956-1997 * ), dieses übermächtige Medienschiff, durch die Strudel absaufender Schwulenkäufermärkte.

* Anmerkung: Während sich der Ex-Linke allüberall in Wort und Bild als der machtvolle Bruno Gmünder prostituierte, wurde der Mit-Begründer, sein Lebenspartner, mit dem er immerhin zwei Jahrzehnte zusammenlebte, ganz schnell und immer tiefer unter den Teppich (samt Foto) gekehrt. Was bleibt, ist ein knapper Wikipedia-Eintrag.

Fast hätte Deutschlands allmächtiges schwules "Verleger"-Genie, den Exitus des Millionen-Porno-Marktes verschlafen, aber auf den allerletzten Drücker hat er dann doch noch den narzistischen Superdudelsack Tino gefunden, der sich diesen "vor Gewinnen geradezu  übersprudelnden" Laden für fett Kohle andrehen ließ.


Schon zehn Jahre zuvor hatte unser goldiges Geburtstagskind einen ähnlichen Möchtegerneganzgroß (John D. Stamford) an der Angel, der ihm auch zu mächtig viel Reibach verhalf. 


Und 2011, wie gesagt, hat er diesen eingebildeten Genialissimus (Tino Henn, "der neue Medienfürst") beschwatzt. Der ideale Ruinator, um sein Lebenswerk vollends gegen die Wand zu fahren.

Was dieser in nur 3 Jahren dann auch sauber hinbekommen hat.
Das lautlose Finale des Medien-Imperium-Dramas. 

Nach diesen fünf Gmünder-Chaos-Jahren, inkl. der Wahl eines dritten Großkotz - des schwulen Gottesanbeters David Berger - hatte er die Schnauze gestrichen voll und machte, samt jugendlichem Ehemann Herbert Engel *, endgültig die Fliege. 

* Will sagen, nach dem linksintellektuellen Schwulen-
aktivist von Maltzahn legte sich Seine Mächtigkeit einen großkalibrigen Ex-Porno-Darsteller zu

Als vor einem halben Jahr er dann endlich auch das letzte Verlagsanteilchen abgestoßen hatte, verschwand er von der Bildfläche - ein Gmünder-Abgang so ganz ohne das übliche dröhnende Tamtam und Trara ... 

Immerhin hinterließ Bruno Gmünder - der Schwule der Superlative - seinen hin- und hergerissenen Fans dann doch noch einen entzückenden, wahrlich zauberhaften Wikipedia-Eintrag (und die Möglichkeit schweinegeile Bareback-Pornos zu kaufen).

Nachtrag 1: Ende 2016 schließt bruno's Mega-Sex-Supermarkt am Berliner Nollendorfplatz.

Nachtrag 2: Im März 2017 wird die Eigenreklame-Illustrierte "Männer" (Printausgabe) eingestellt. 

Nachtrag 3: 16. März 2017. Zweite Pleite. Nur 3 Jahre nach dem letzten Konkurs ist die Bruno Gmünder GmbH mal wieder zahlungsunfähig.

Dieses nicht enden wollende Dahinsiechen ist ja wirklich zum Heulen.



Apropos Glückwünsche. 

Bruno Gmünder kann sich und uns gratulieren: 


Bis zum heutigen 29. Juni 2016, 0 Uhr 50, zählen wir 271.199 Seitenaufrufe (Klicks). 

Ca. 57 % stammen aus Deutschland. Folgend die USA; auch dort ist BRUNOLEAKS ungemein beliebt. 

Selbst im 6. Blog-Jahr noch zählen wir - rauf- und runterschwankend, je nach Aktualitätslage - zwischen 20 und 120 Interessenten, die sich hier Tag für Tag über die berühmte schwule Allmächtigkeit informieren.

Textauszüge von Joachim Bartholomae aus der sehr unvollständigen "Chronik des schwulen Buchhandels und der Verlage 1975 bis 1998", einer Beilage in "Zwischen Autonomie und Integration" von Andreas Pretzel und Volker Weiß (Hg.) der "edition Waldschlösschen", 2013 (?)
zu "Bruno Gmünder Verlag, Berlin"

1982/83 waren Gmünder und Maltzahn bereits am Zeitschriftenprojekt
«Torso» beteiligt gewesen; sie lernen aus den Erfahrungen und unternehmen
1987 einen zweiten Versuch: «Männer» ist nach amerikanischem
Muster als Mischung aus pornografischer Fotografie und leicht konsumierbaren
Texten gestrickt. Nach dreimaliger Indizierung durch die BPjS
ist der weitere Verkauf am Kiosk ab 1989 nur nach «Entschärfung» der
Fotostrecken und Änderung des Namens möglich («Männer aktuell», seit
2007 dann wieder «Männer»). Es gibt in der Folge mehrere Relaunches,
aber die Reichweite bleibt begrenzt und man geht vermehrt dazu über,
Berichterstattungen über Produkte von den Herstellern dieser Produkte
bezahlen zu lassen. Im zeitweise rasanten Wechsel der Chefredakteure
erlebt die Zeitschrift Höhen und Tiefen; einzige Konstante ist die raumgreifende
Werbung für Produkte des Gmünder-Konzerns.
Der Buchverlag setzt derweil immer wieder auf Bewährtes, sprich:
Nachdrucke vergriffener Bücher aus anderen Verlagen wie die Klassiker-
Anthologie «Calamus» (Rowohlt), die Kunstgeschichte «L’Amour Bleu»
(DuMont) oder Picanos Kultkrimi «Der Köder» (Knaur). Mitte der 1990er
Jahre gelingt ein Bestseller im Fotobuch mit einem Feature über den damals
gerade entdeckten Pornodarsteller Johan Paulik; viele weitere Bel
Ami – Fotobände folgen. Schließlich entscheidet sich Gmünder, die europäischen
Rechte an den Hardcore-Pornos des Pornolabels Bel Ami zu
kaufen, die einen Durchbruch in der Porno-Ästhetik verkörperten. In den
nächsten Jahren kauft Gmünder die europäischen Vertriebsrechte diverser
weiterer Pornolabels. Mit seinen günstigen Preisen bringt er die Ertragslage
der stationären Pornohändler in Gefahr, die sich mit dem Boykott
des «Spartacus» zu revanchieren versuchen, was jedoch misslingt.
Allerdings stellt sich heraus, dass der Einzelhandel nicht in der Lage ist,
die Flut an Pornofilmen aufzunehmen, die Gmünder nun produziert. Dadurch
wird die alte Idee wiederbelebt, eine Kette eigener Geschäfte zu
eröffnen, die das gesamte Pornosortiment anbieten.
Obwohl schon 1984 in einem Brief an die ehemaligen Kollegen von
Prinz Eisenherz angekündigt, kommt es erst 1988 zur Eröffnung eines
eigenen Ladengeschäfts: ein sehr kleiner Verkaufsraum im ersten Stock
des Europa-Centers am Kurfürstendamm, wo neben Eigenprodukten
einige amerikanische Print-Pornos (Romane und Comics) sowie die Titel
der schwulen Taschenbuchreihe des Knaur-Verlags («Christopher
Street») angeboten werden. Der Mietvertrag wird 1997 nicht verlängert;
im August des Jahres eröffnet deshalb der erste «richtige» bruno’s-Laden
in der Nürnberger Straße. Das Sortiment ist nun sehr viel umfangreicher,
allerdings wird auch hier kein «normaler» buchhändlerischer Service geboten,
sondern nur eine überschaubare Zahl gelisteter Titel abverkauft.
2002 muss der Laden abermals umziehen, dieses Mal auf eine 500-Quadratmeter-
Fläche am Nollendorfplatz. Zwei Jahre später wird ein zweiter
Berliner Laden im Prenzlauer Berg eröffnet, Köln (1998, ein zweiter Laden
2004) und München (2005) folgten. Die bisher letzte Ladeneröffnung
findet 2006 in der Langen Reihe in Hamburg statt, 300 Meter neben dem
Buchladen Männerschwarm (so wie schon der Kölner bruno‘s nur wenige
hundert Meter neben Ganymed eröffnet wurde).
Das Sortiment der bruno’s-Läden setzt sich anfangs aus zirka 30%
Buch und 70% (Porno-)Film zusammen. Anfang der 2000er Jahre tauchen
«Star-Dildos» in den Läden auf, die dem Penis berühmter Pornodarsteller
nachgebildet sind; bald folgt das restliche Sexshop-Sortiment. Gegen
2007 beginnt sich eine weitere Warengruppe im Sortiment auszubreiten:
Unterwäsche. So schreibt die Schweizer Schwulenzeitung «Display» im
November 2012 in einem Artikel über Hamburg, Bücher kaufe man im
Männerscharm, «DVDs, Unterwäsche und Toys findet der schwule Mann
bei bruno’s». Bücher sind dort längst nicht mehr der hauptsächliche Umsatzbringer.
2011 verkauft

Dienstag, 22. Dezember 2015

Bruno Gmünder. Nach langem schweren Leiden ist er nun von uns gegangen.


"Die Bruno Gmünder GmbH verändert ihre Gesellschafterstruktur: Wie der in Berlin beheimatete Verlag am Dienstag bekannt gab, scheidet Bruno Gmünder, Mitbegründer und langjähriger alleiniger Inhaber des nach ihm benannten Verlags- und Handelsunternehmens, als Gesellschafter aus dem Unternehmen aus.

Gmünder überträgt seine 45-Prozent-Beteiligung an den zukünftigen alleinigen Gesellschafter Frank Zahn. Der Rechtsanwalt hatte zusammen mit Gmünder im letzten Herbst die neue GmbH gegründet, nachdem der Verlag Insolvenz angemeldet hatte....

"Die Anfangsbeteiligung von Bruno Gmünder war als Unterstützung in der Neustartphase gedacht", heißt es in einer Mitteilung des Verlags.....

Hinter den Kulissen soll es jedoch zum Streit zwischen Zahn und Gmünder gekommen sein. So war der Verlagsgründer u.a. mit der Entlassung von David Berger als Chefredakteur von "Männer" nicht einverstanden...."

Textauszug aus queer.de.
Weiterlesen: http://www.queer.de/detail.php?article_id=25280

Traueranzeige mit freundl. Genehmigung von satirischundschwul.blogspot.de

Mittwoch, 4. März 2015

Wie lange machts der Bruno Gmünder Verlag wohl noch?


Rechtsanwalt Zahn († 2017) stieg als (Investor und) Geschäftsführer in den Verlag ein und musste den GF-Job nach 8 Wochen "aus berufsrechtlichen Gründen" wieder aufgeben.


Welche juristische Qualifikation mag dieser Rechtsanwalt haben ???

7.11.2014, aus der Presseerklärung des Bruno Gmünder Verlag: "Neuanfang bei einem der größten Unternehmen Europas für schwule Medien ... Neue Geschäftsführer sind Frank Zahn und Michael Taubenheim ... Mit einer neuen Gesellschafterstruktur ... will dadurch wichtigster Dienstleister für die schwule Community weltweit bleiben ... Gmünder ... freue sich "sehr, dass es dem Medienunternehmen BRUNO GMÜNDER gelungen ist, sich mit Frank Zahn neu und gut gerüstet für die Zukunft aufzustellen ... Rechtsanwalt Frank Zahn geht mit großem Elan an die neue Aufgabe ...  zeigt er sich auch als Geschäftsmann: Natürlich haben mich die großen Potentiale, die das Unternehmen bietet, zum Kauf motiviert. Hier ist bereits eine moderne Multi-Channel-Strategie umgesetzt, die einmalige Chancen bietet und die wir auch weiter ausbauen werden." 

9.1.2015, gregorselle.de/blog: " ... Ein schaler Beigeschmack bleibt. Hier wurde seinerzeit ein Unternehmen verkauft, welches kurze Zeit später Insolvenz anmelden mußte ... Nach der Insolvenz kaufte der einstige Gründer des Verlags sein Unternehmen mit einem neuen Geldgeber zurück. Man könnte hier eine Art der modernen Insolvenzverschleppung vermuten. Das zu beurteilen, obliegt mir nicht. Sicherlich werden die Anwälte von Tino Henn hier allerdings nicht untätig sein, dies genau zu prüfen ..."

12.1.2015, queer.de: "Frank Zahn nicht mehr Geschäftsführer ... Blogger schrieben bereits von einem "fehlgeschlagenen Neustart": Seit vergangenem Donnerstag ist Frank Zahn, Mehrheitsgesellschafter der erst vor wenigen Wochen gegründeten Bruno Gmünder GmbH, nicht mehr Geschäftsführer des Unternehmens, das am 1. November 2014 die Nachfolge der insolventen Bruno Gmünder Group angetreten hat. Im Gespräch mit queer.de weist Zahn Gerüchte um ein Zerwürfnis zurück. "Mein Rückzug ist nur temporär und hat allein berufsrechtliche Gründe", so der Berliner Rechtsanwalt ... 

... Der Verleger [Frank Zahn] kündigte gegenüber queer.de eine "Konzentration auf das Besondere unseres Unternehmens" an. So würden beispielsweise eigene Modemarken nicht weitergeführt ...

... Nur an einigen wenigen Stellen hake es noch, räumte der Anwalt ein. So hätten die "Bruno's"-Läden am Berliner Nollendorfplatz und in München aus unterschiedlichen Gründen noch keinen neuen Mietvertrag ..."

12.1.2015, gregorselle.de/blog: " ... Demnach wird die “Bruno’s”-Filiale am Nollendorfplatz derzeit im dritten Monat ohne gültigen Mietvertrag betrieben. Wenn es der neuen Gesellschaft nicht gelingt, einen neuen Mietvertrag zu erwirken, wird dann gerade der – für die Community so wichtige queere Nollendorfkiez – künftig ohne “Bruno’s” auskommen müssen .... (Nachtrag: Bruno Gmünders Riesen(porno)Supermarkt wurde Ende 2016 geschlossen)
Erinnerung, September 2011: Bruno Gmünder verkauft seinen Verlag

Insolvenz, Mai 2014: Bruno Gmünder Group zahlungsunfähig

Und immer so weiter, November 2014: Bruno Gmünder kauft seinen Verlag zurück

Das Finale, Juni 2016: "Einer der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland" hat sich klammheimlich vom Acker gemacht.

Montag, 2. Februar 2015

Februar 2015: Um (weiter) publizieren zu können, bittet der Bruno Gmünder Verlag jetzt seine "Fans" um milde Geldgaben.


Die Bruno Gmünder GmbH sucht "Fans", die ihr mit ein paar Euro unter die Arme greifen.

Es scheint, als könne "eines der grössten Unternehmen für schwule Medien" seine Produktion nicht mehr durch Eigenmittel oder Bank-Kredite finanzieren.

3.6.2011: Bruno Gmünder verkauft (für gutes Geld) 90% der Geschäftsanteile seiner (angebl.) kerngesunden Firma.

September 2011: Die Firma ist dermassen 'kerngesund', dass sich Tino Henn genötigt sieht, mit dem Verkauf von Bareback-Pornos zu beginnen.

28.5.2014: Die Bruno Gmünder Group stellt Insolvenzantrag.

Bei dieser Art von "Quasi-Pleite" saniert sich die Firma auf Kosten (u.a.) ihrer Lieferanten. Die bleiben auf ihren Forderungen sitzen. Kleine Lieferanten dürfen für das Fortbestehen der schwulen Riesenfirma 'bluten'.

1.11.2014 kauft Bruno Gmünder ("einer der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland") seine Firma (für 'nen Appel und 'nen Ei?) zurück, zusammen mit Frank Zahn (im Bild oben links / rechts Michael Taubenheim). Das Firmenkonglomerat heisst jetzt Bruno Gmünder GmbH.



All dies wird (abgesehen von der schlecht verkaufbaren Bareback-Porno-Geschichte) jedes Mal von einem lautstarken, enthusiasmierten (PR)-Medienrummel begleitet (à la "Wir sind die Allerallergrössten").

2014: Die Bruno Gmünder GmbH, eines der grössten Unternehmen Europas für schwule Medien beginnt damit, Produkte - anstelle mit Eigenkapital oder Krediten - durch Crowdfunding zu realisieren/finanzieren.





Oben: Seiten 12/13 aus der Verlagsvorschau für das 1. Halbjahr 2015 (veröffentlicht 29.1.2015)

Die Idee bzw. was ist Crowdfunding?

Kreativität gemeinsam finanzieren. Künstler, Kreative, Erfinder und Gründer stellen ihre Ideen vor und finanzieren sie mit der direkten Unterstützung von vielen Menschen. Crowdfunding dient der Existenzgründung, der Unterstützung von Startup (Unternehmen).  Viele Projekte nennen diese Finanzierungsform auch SPENDEN.

Die Idee von Crowdfunding hat nichts mit der Geldbeschaffung für etablierte, große, gar weltweit operierende Firmen zu tun.

Der Bruno Gmünder Verlag prahlt seit 4 Jahrzehnten, exakt so ein marktdominantes Unternehmen zu sein. So wird eine spannende Idee von einem offenbar geldklammen Verlag missbraucht.

Crowdfunding: Für sein Geld erhält der (Geldgeber) Crowdfunder eine Gegenleistung, die verschiedene Formen annehmen kann (z. B. Rechte, Geld, Sachleistungen) ... die Gegenleistung kann auch einen ideellen oder altruistischen Wert besitzen ... für den Vorgang des Crowdfundings ist in Deutschland bislang keine gesetzliche Grundlage vorhanden ...

.... So attraktiv es aus Start-up-Sicht auch ist, auf der Investorenseite überwiegen die Nachteile: Nachteile des Crowdinvestings.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Korruption: Verlagschef Bruno Gmünder gewinnt Australienreise. Endlich mal packt ein Insider aus.


Journalist Robert Niedermeier postet am 3.12.2014:

Korruption
Der Schwindel mit Sidney

Korrupt: Verlagschef Bruno Gmünder gewinnt eine Australienreise, die im hauseigenen Reisemagazin Spartacus Traveler von TUI ausgelobt worden ist. Trotz Protest des damaligen Chefredakteurs wird im Folgeheft einem fiktiven Gewinner gratuliert. Weiland fliegt der Boss mit seinem Freund für lau gen Sydney in den Urlaub ...

... Korruptionsvorwürfe machen die Runde. Anlässlich dessen möchte ich in einem Rückblick über einen Fall von Korruption erzählen, in dem ich selbst involviert gewesen bin. Es geht um einen Akt der Arglist gegenüber der schwulen Leserschaft des Reisemagazins Spartacus Traveler. Auf Geheiß vom Verlags-Boss, Bruno Gmünder persönlich ...

... Doch als wir eine Australien-Reise zum Mardi Gras in Sydney auslobten, verspürte auch der Verlagsinhaber höchstpersönlich Lust auf eine kostenlose Urlaubsreise. Der damalige Anzeigenleiter und heutige Dog & Travel-Herausgeber Thomas Purz (Keine Satire!!!) schickte seinen Quasi-Assistenten vor, um es dem zugegebenermaßen impulsiven Spartacus Traveler-Chefredakteur schonend beizubringen: Nicht ein Leser solle die Reise nach Down Under antreten, sondern der Chef selbst den Traumtrip gewinnen. Natürlich müsse das diskret ablaufen. Ich war schockiert, ob der anrüchigen Anweisung von oben. Zwar war es nicht das erste Erlebnis in diesem Verlagshaus, welches mich in Erstaunen versetzte, doch zu einem Akt der Korruption und vorsätzlicher Lesertäuschung angestiftet zu werden, das ist eine wirklich krasse Nummer. Dazu ist kriminelles Potential von Nöten ...

Fortsetzung folgt zum großen Schmu mit der im Spartacus Traveller Sydney-Reise, die sich der Chef lieber selbst unter den Nagel riss als die Traumreise einem Spartacus Traveler-Leser zu gönnen. (Donnerstagmittag, 04.12.14 geht’s weiter)

Die ganze Geschichte steht bei reiserobby.de - hier: Der Schwindel mit Sidney

Die Bruno-Gmünder-PR-Kampagne mit dem toten Dirk Bach. Die verschwundenen Spendengelder. Nichtsdestotrotz gibts eine neue gmündersche Spendenaktion.


Die vom Bruno-Gmünder-Verlag initiierte Empörungswelle inkl. Spendenkampagne ("Kopfgeld") stopptkreuznet rauschte ebenso erfolgreich wie vornehmlich durch heterosexuelle Medien ... nachdem das katholische Hetz-Portal kreuz.net den gerade verstorbenen Schauspieler Dirk Bach durch den Dreck gezogen hatte.

Kampagnen-Initiator war Gmünder-Verlag-Mitinhaber  und -Geschäftsführer Tino Henn
("der BWLer mit Kommunikationstalent") ("der neue Medienfürst") gemeinsam mit dem
Verleger-Rentier Bruno Gmünder ("einer der 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland").

Auszug aus: Die "geistigen" Erben des Bruno Gmünder - vom 18.2.2013:

" ... Die rechtsextreme, katholisch-fundamentalistische, antisemitische, homophobe, islamfeindliche und diffamierende Hetz-und-Horror-Webseite kreuz.net existierte seit 2004 ... ohne dass sich die Herren - Bruno Gmünder und Tino Henn - irgendwann oder irgendwo auch nur andeutungsweise öffentlich darüber aufgeregt hätte. Erst die kreuz.net-dreckigen Bemerkungen über bzw. nach dem Tod (1. Oktober 2012) des dicken Homo-Clowns Dirk Bach, trieben - nach 9jährigem, ungenierten Treiben dieser Fäkalienschleuder - die ausserordentlich engagiert-emanzipatorischen Schwulen Tino Henn (samt Bruno Gmünder Verlag) und David Berger aus den Puschen, machten sie zu kreuz.net-Gegnern und initiierten die Kampagne „Stoppt kreuz.net“ (Kopfgeld-Prämie). 

Der ganze Dirk-Bach-Gedächtnis-Aktionismus-Zirkus war eine einzige, Image- und verkaufsfördernde PR-Kampagne für die Bruno-Gmünder-Produkte und -Sex-Shops, sowie für Tino Henn und David Berger ..."

Die kreuz.net.Dreckschleudern wurden nicht dingfest gemacht, aber ...
... die "Kopfgeld"-Spenden verschwanden 
in der Insolvenzmasse des Bruno Gmünder Verlag.

Dafür erfreuen wir uns nun einer neuen Bruno-Gmünder-MÄNNER-Spendenaktion:



Weiterlesen auf Die-Wächter.de

Dort wurden - von wem? und warum? - die gegenseitigen Vorwürfe von Bruno Gmünder gegen Tino Henn bzw. Tino Henn gegen Bruno Gmünder (in Form von Kommentaren) mittlerweile GELÖSCHT. Da scheint ja ein ganz spezieller "Wächter" am Werk zu sein.




Samstag, 29. November 2014

Bruno Gmünder kauft seinen Verlag zurück


Deutschlands schwulster Wirbelwind, einer der 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland, wirbelt also mächtig weiter:

boersenblatt.net 26.11.2014: "Die Bruno Gmünder Group wird als Bruno Gmünder GmbH fortgeführt ... rückwirkend zum 1. November haben Frank Zahn und der Firmengründer Bruno Gmünder das Unternehmen gekauft. Neue Geschäftsführer sind Frank Zahn und Michael Taubenheim ... Mit einer neuen Gesellschafterstruktur will das Traditionsunternehmen nach Turbulenzen wieder durchstarten und "wichtigster Dienstleister für die schwule Community weltweit" bleiben ... "

Just eben hat man eine beschämende Insolvenz (= Zahlungsunfähigkeit) hingelegt und der Insolvenzverwalter eine 'Notoperation' vorgenommen, da plustert man sich protzend gleich wieder mit Superlativ und Alleinstellung auf.

Leser-Kommentare auf queer.de, thematisch sortiert:


Am 1.4.2012 kommentierte 'Anonym' auf brunoleaks: "Mitte Januar hat B.G. mit Mann Berlin verlassen ... Damit hat sich dieser Blog wohl erledigt."

Wir hingegen hatten schon kurz zuvor eine ähnliche Totsagung folgendermassen kommentiert: "Der Mann ist ja gerade einmal 55 Jahre jung. Ich rechne also fest damit: Da kommt noch was. Und wenn nicht, dann rechne ich fest damit, dass noch was rauskommt. Wie sagte schon Mutter zu uns Buben: "Früher oder später kommt alles raus." 

Zurück zu unserem "Titelbild": Das schwul-katholische Wunderkind, David Berger, hat also die Verkaufsauflage des Vorzeige-Flagschiffs des "wichtigsten Dienstleisters für die schwule Community weltweit" - MÄNNER - auf die Auflagenhöhe eines grösseren Gymnasium-Schülerblattes eingedampft.

Den ganzen Text und (aktuell) 67 Kommentare im aktuellen (26.11.) queer.de-Beitrag:




Mittwoch, 18. Juni 2014

Bruno Gmünder "Problembär Porno-Millionär Insolvenzmitmacher Schattenmann HomoGurke" - und wie Bruno G. das CSD/Stonewall-Drama aufmischte


18.06.2014. Nachzulesen bei inqueery.de: Die Gurkentruppe von der Spree

Wir zitieren aus den letzten drei Absätzen:

... Bruno Gmünder, Ex-Verleger des mittlerweile in der Insolvenz stehenden Verlages, der noch seinen Namen trägt, hat sich jedenfalls im Vorfeld zu den Themen Transparenz, Demokratie und Finanzen sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Ihm, so offenbart es sich jetzt, ging es dabei lediglich um die Diskreditierung des CSD-e.V.-Vorstandes Robert Kastl. Nun jedoch agiert er selbst als Schattenmann. Ein LSVD-Vorstandsmitglied formulierte bereits sein Unbehagen darüber, dass der Verband sich vom echten CSD loslöste und nun mit drin steckt im Sumpf aus Korruptionsvorwürfen und persönlichen Attacken. Doch kurz vor dem großen CSD-Tag käme ein Ausscheren nicht mehr in Frage.

Ein Vorwurf wiegt besonders schwer. Zwar spendet Bruno Gmünder höhere Geldbeträge in die Kasse des „Troll-CSDs“ (Ronny Pohle, Die Linke, Berlin), aber die breit und laut verkündete Transparenz wird vernebelt. Bis zum heutigen Tag wird den aus Parteien und Verbänden rekrutierten Bündnis-Mitgliedern eine Offenlegung der Finanz-Situation verweigert. Statt sich an Vereinbarungen zu halten, so enttäuschte Aktionsbündnis-Aktivist/inn/en, würden Einzelpersonen über die Köpfe der anderen hinweg in nicht demokratischer Art und Weise agieren. Die harsch kritisierten Hauptprotagonisten sind Ralph Ehrlich und der seit Wochen als „Problembär“ denunzierte Bruno Gmünder. Letzterer versuchte noch am 14. Juni, dem „Stonewall-Kastl-CSD-Verein“ an den Karren zu pinkeln, forderte wieder einmal vorlaut Transparenz ein. Was für eine Farce. Doch dabei lässt es der unter Druck stehende Porno-Millionär nicht bewenden. ...

... Ich meine: Robert Kastl, bitte geben Sie die Homo-Gurke wieder zurück, der ältere aus Österreich zugewanderte Berliner mit dem Spitznamen „Problembär“ hat den Negativ-Preis mehr verdient.“

Zwei brunoleaks-Ergänzungen:

** Bruno Gmünder (siehe Post 1.9.11) steckt mit 10%  Geschäftsanteil nach wie vor mit in der Insolvenz seines Verlages drin.

** Bruno Gmünder ist nicht "aus Österreich zugewandert". Er wurde am 29. Juni 1956 in Spaichingen, Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg, geboren und hat seine Kindheit, Schul- und Studienjahre in der "BRD" absolviert.


Montag, 19. Mai 2014

Bruno Gmünders 'Werke' auf der ResteRampe


















Mit grossem Tam-Tam übernahm vor 3 Jahren Tino Henn den Verlag des Frührentners Bruno Gmünder, mit allem was dranhängt. Ob im Börsenblatt, queer.de, Männer, Buchjournal ... überall tönte der vor Optimismus überschäumende "neue schwule Medienfürst".

Und während Henn im Juni 2011 erklärte "Der Verlag ist kerngesund, die Nettorendite stimmt", hielt es "der BWLer mit Kommunikationstalent" offensichtlich nettorenditemässig für dringend notwendig, bereits zwei Monate später zu erklären:

"Unsere Unternehmen werden daher zukünftig die Sortimente um Pornos erweitern, in denen Männer ohne Kondome Sex haben".

Durchsucht der Schwule unter dem Stichwort "Bruno Gmünder" heute das Internet nach Geiz-ist-geil-Angeboten, wird er mit Ramschangeboten geradezu überschüttet. Bei amazon werden einem die Druckwerke "eines der 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland" bereits für 0,00 Euro hinterhergeworfen.

Freitag, 25. April 2014

An der Bruno Gmünder Legendenbildung wird ungeniert weitergestrickt. Jetzt strickt Wunderknabe David Berger.


Nein, Bruno Gmünder (58) wurde kein Wachstumshormon gespritzt. Der (körperlich) klein geratene Ex-Verleger steht hier, fototechnisch sauber arrangiert, auf einer Pornokiste. Links von ihm der weltberühmte schwulkatholische Wunderknabe David Berger (46), rechts "der neue schwule Medienfürst" und Bareback-Pornohändler Tino Henn (39).

Es geht um obigen Selbstbeweihräucherungstext, womöglich aus der Feder des begnadeten "Bestsellerautors" David Berger, dem "kampagnenerprobten, weit über die Grenzen der Szene bekannten Chef".

Entweder sind die ersten zwei Sätze journalistisch unsauber - oder ahnungslos hingehau'n - oder bewusst leserverdummend formuliert. Wir tippen auf letzteres, da die Legendenbildung Tradition hat im Bruno Gmünder Verlag.

1) Der Verfasser geniert sich nicht, folgende zwei Sätze in einem kurzen Absatz unterzubringen: "Die MÄNNER hat ihre Wurzeln ... mit einer Zeitschrift namens Torso ... " und "Das Resultat [der Wurzel Torso] war ein Periodikum ... wo jeweils zehn Männer mit ... sechs Aufnahmen vorgestellt wurden"

** Das 1987 erscheinende Buntebilderheft MÄNNER, ein mit Kontaktanzeigen aufgefülltes schwules Masturbationsmagazin, randvoll mit deutlich bis dick anschwellenden Geschlechtsteilen US-amerikanischer Pornomodelle - - - soll also seine "Wurzeln" - - - in der fünf Jahre zuvor erscheinenden journalistisch engagierten Schwulen-Zeitschrift TORSO gehabt haben. Diesen "geistigen" Zusammenhang zu konstruieren, dazu gehört schon allerlei Chuzpe ...

2) "Die Idee dazu [TORSO] hatte der junge Bruno Gmünder, der das Projekt, das es auf pralle 18 Ausgaben brachte ..." 

** Die Idee zu der Zeitschrift TORSO hatte Michael Föster, Beruf Journalist und 1982 bereits 18 Jahre als Redakteur tätig

** In Wikipedia formuliert es der Bruno Gmünder Verlag dann auch schön verschwiemelt: "Ebenfalls 1982 rufen sie [Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn] mit Michael Föster und Theo Düppe das Magazin Torso ins Leben, welches einen Mix aus Lifestyle und politisch-engagierten Journalismus bietet"



** Von TORSO erschienen nicht 18, sondern nur 16 Ausgaben.

** TORSO erschien zu keinem Zeitpunkt im Bruno Gmünder Verlag (siehe oben)

** Die angebliche Kreativkanone Bruno Gmünder hat bei TORSO nie etwa anderes getan, als sich um die Anzeigen zu kümmern (siehe oben und unten).




** Im Dezember 1982 bereits stellte Bruno Gmünder klar "Und Mitverleger von TORSO bin ich ebenfalls nicht mehr" (siehe oben)


** 1983 lassen Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn ganz die Finger von dem Objekt (siehe Impressum oben).


Zugegeben, dieser Post ist überflüssig. Denn tatsächlich erzählt (und belegt) der Blog brunoleaks in elf verschiedenen Posts die wahre Geschichte von TORSO.

Aber so oft Bruno-Gmünder-Märchen in immer neuen Variationen aufgetischt werden, so oft wird auch brunoleaks die Fakten wiederholen.

Donnerstag, 19. September 2013

Bruno Gmünders Päderasten-Verquickungen.


 Im schwulen Magazin MÄNNER veröffentlichte Dirk Ludigs, 47, am 7. August 2013 unter obigem Foto den "Gastkommentar" Homosexuelle und Päderasten.

Hintergrund ist die gegenwärtige wahlkampfwiderliche Pädophilen-Treibjagd gegen Volker Beck und Jürgen Trittin und damit gegen Bündnis 90 die GRÜNEN (eine Brechreiz erzeugende Inszenierung der CSU-Dreckschleuder Alexander Dobrindt).

Ab Anfang der 80er Jahre, als "Homosexuelle und Pädosexuelle Seit an Seit marschierten" (Ludigs), dürfte der Autor das Gymnasium besucht haben, während Bruno Gmünder mit Christian von Maltzahn den nach Gmünder genannten Verlag gründeten (1981).

Wie problematisch das Verhältnis zwischen Schwulen und Pädosexuellen damals war, kennzeichnet eine Veranstaltung in der Bonner Beethovenhalle. Am 12. Juli 1980 stürmten Indianergruppen (Anmerkung: die Indianerkommune war ein Zusammenschluss von Menschen, die sich selbst als „Kinderrechtekommune“ bezeichneten) die Bühne der Beethovenhalle, wo Vertreter homosexueller Gruppen und Medien mit Parteienvertretern miteinander ins Gespräch kommen wollten, und liessen die Veranstaltung platzen.

Dirk Ludigs (Ex-Chefredakteur "Front" ... "Du & Ich" ... Ex-TV-Redakteur "Liebe Sünde") beschreibt die heute schwer nachvollziehbare damalige Gemengelage - Schwule/Pädosexuelle/Die Grünen/sexuelle Befreiung/antiautoritäre Erziehung - korrekt und nachvollziehbar. Allerdings unterschlägt Ludigs die Rolle, die Bruno Gmünder (der sich u.a. gerne zu den "Vätern der deutschen Schwulenbewegung" zählt) und sein Verlag spielten. Wahrscheinlich hätte MÄNNER einen Gastkommentar zum Thema 'Bruno & Pädo' auch gar nicht veröffentlicht.

Das wollen wir in brunoleaks nachholen. Es lohnt sich, verschiedene Posts unseres Blogs nochmal in Erinnerung zu rufen:

1975-1978
München
Bruno Gmünder lebt in einer WG. Jurastudium an der Ludwig-Maximilians-Universität, Studienabbruch nach 3 Semestern, Zitat Gmünder: Dann hatte ich "alles gelernt, was ein Jurist wissen muss" (Kommentar am 18.5.2011 in brunoleaks)

Maoist, Mitglied Rote Hilfe München, Mitarbeit beim linken Münchener BLATT, Engagement bei amnesty international und in der Gefangenenhilfe (u.a. für Peter Schult, einen bekennenden Päderasten, 1982 verurteilt u.a. wg.Missbrauchs von Kindern), dessen Buch "Gefallene Engel", inkl. eben jener Pädo-Thematik, Gmünder 1982 veröffentlichte.

Gmünder: "...Ich war ja bis 1987, bis ich 22 war, nicht schwul. Ich war links. Ich hatte auf dem Internat Lenin, Stalin und Marx an der Wand hängen, sass in Stammheim in den Verhandlungen..." (taz 18.6.2011)
Details: Bruno Gmünder, vom Maoist zum Millionär

 18. Juni 2011

Das an sich trübe Wochenende dieses 18./19. Juni hat dem "persönlichen Archivar" viel Erhellendes gebracht. Nein, gemeint ist nicht das Gmünder-Interview in der taz, sondern eine Vielzahl an Reaktionen auf das unsägliche Gmünder-Geschwätz. Beispiel: Pädosexualität / Knabenliebe.

Dieses ist, mit sage und schreibe 74 taz-Zeilen, ein Schwerpunktthema im Interview. Wobei die Interviewer eher zufällig - über Ole von Beust und seinen jungen Freund - an das Thema tippten, während es der Interviewte fast schon begierig aufgriff und erstaunlich breit auswalzte.

Hier ein paar seiner Auslassungen: "... was das Thema Pädosexualität angeht, da werfe ich aber auch unseren Schwulenverbänden vor, dass wir zur Missbrauchsgeschichte wahnsinnig intensiv und lautstark geschwiegen haben ... Es ist wie ein Familienerbe, das man lieber verdrängen möchte ... dass wir das im Grossen und Ganzen damals als Linke akzeptiert heben ... Was wir jetzt ... lesen, ist in Teilen furcherregend und in Teilen wollte man es gar nicht so genau wissen ... Ich war da mittendrin. Wir hatten in unserer schwulen Buchhandlung Prinz Eisenherz eine Abteilung mit Knabenliebe. Haben damit kokettiert. Die Pädogruppen haben sich bei uns getroffen ... Wir fanden das okay, wollten denen helfen ... Diesen Aspekt [selbstbestimmte Sexualität auf Kosten von Kindern, die noch nicht selbstbestimmt sind] haben wir nie gesehen. Wir wollten ihn nicht sehen. Die Akteure, das waren die Älteren. Und die haben immer gesagt: Die Jungs wollen ja zu uns, die verführen uns. Die Welle, die jetzt losgetretenb wurde von den Jungs, die missbraucht wurden, das hat mich erschüttert [Hallo, Herr Gmünder: Mädchen wurden/werden genauso missbraucht! Kleine Anmerkung des Archivars]. Da habe ich mich gefragt, warum ich da nie nachgefragt habe. Stattdessen haben wir über die Weltrevolution diskutiert ..." (aus sonntaz, 18.19. Juni 2011, Seite 30)

Das Problem des Bruno Gmünder, einer der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland ist seine Form von Gutmensch-Imagepflege, die von einem notorischer Hang zur Geschichtsklitterung, zum Verdrehen, Vernebeln und Verleugnen geprägt ist - Auslöser und Anlass zur Einrichtung dieses brunoleaks Blog.

Das gilt für das Thema schwule Pornographie, die und deren Macher er in den gmünderschen Verlagsanfängen lauthals öffentlich und persönlich verteufelte. Das gilt für seinen Aids-Hilfe-Heiligenschein, mit dem er sich bei jedweder Gelegenheit schmückt, während er - nachgewiesenermassen - bis zum Jahr 2008 mit Bareback-Videos Geschäfte machte. Und nun (u.a.) diese öffentliche Betroffenheits- und Erschütterungsorgie über die Missbrauchsfälle ...

Zur Erinnerung für Bruno Gmünders Gedächtnis: Bubenbilderheftchen 
aus dem pojkart Verlag Jugend in der Kunst Harry Turné, Lübeck
Ehemalige Verlagsmitarbeiter erinnern sich allerdings sehr gut daran, dass Bruno Gmünder auch nach der Prinz-Eisenherz-Zeit in Sachen Pädosexualität nicht mal im Traum "nachgefragt" hat. Bis in die Jahre 1986-87 noch hatte der Bruno Gmünder Verlag, u.a. mit den Nackedeiwerken des berüchtigten, der Knabenliebe fröhnenden pojkart Verlag Jugend in der Kunst Harry Turné (Lübeck), auch eine Form von Pädobefriedigung im Angebot.

Bruno Gmünder und John D. Stamford

Im Zuge des Ende 1986 aufkommenden Kinder-Porno-Handel-Skandals des in Holland lebenden Briten John D. Stamford (Spartacus Gay Guide - die ganze und die wahre Geschichte von der Übernahme des schwulen Reiseadressbuches durch Gmünder **) brach im Bruno Gmünder Verlag in Sachen Pädosexualität hektische Betriebsamkeit aus. Die beiden Chefs liessen die heisse Pojkart-Ware mal zur Seite schaffen, dann wieder hervorholen. Von Christian von Maltzahn ist der dazugehörige Spruch überliefert: "Naja, die [Pädos] freuen sich doch über jedes nackte Beinchen."

Interview-Bruno hätte den taz'lern sagen sollen: "Da habe ich mich gefragt, warum ich da nie nachgefragt habe. Stattdessen haben wir über Umsatzsteigerung diskutiert ..." Damals war Verleger Gmünder erwachsen (30) und wusste was er tat ... sollte man meinen.

1987: Bruno schluckt John (gay journal 1/87)

 Ende 1987 übernimmt Bruno Gmünder von John D. Stamford (zunächst teilweise) den Spartacus International Guide - nachzulesen hier: Fünfter Teil, 1986 bis 1987 - und zwar in vollem Bewusstsein,

dass Stamford mit Büchern und Bildmaterial für Knabenliebhaber Geschäfte machte,

dass Stamfords Spartacus wegen Beihilfe zu Sextourismus und Kinderprostitution in weiten Teilen der Welt unter Beschuss stand - nachzulesen hier Dritter Teil, 1984 bis 1985 -

und dass Stamford exakt zum Zeitpunkt der Spartacus-Übernahme von den niederländischen Behörden gesucht wurde - nachzulesen hier Sechster Teil, 1987 bis 2011.


Weltweit mit Interesse gelesen und ungemein spannend: 
Die GANZE Geschichte vom SPARTACUS International Gay Guide, 
von seinem Gründer John D. Stamford 
und wie Bruno Gmünder das Schnäppchen seines Lebens machte: 
** anklicken

Sonntag, 14. Juli 2013

Warum Bruno Gmünder nur CDU-SPD-GRÜNE-und-FDP-Politikern je 5000 EU zusteckt: "Die Linken missbrauchen dich immer. Als Köder, als Verräter ... zu gegebener Zeit lassen sie dich dann hochgehen ..."


Das sind die vier schwulen Politglückspilze, denen Bruno Gmünder (und Tino Henn und David Berger, allesamt natürlich nicht aus der eigenen Tasche, sondern aus der gmünderschen Verlagskasse) je 5.000 EU zuschustern, um sich ".... für deren bisheriges Engagement im Hinblick auf die rechtliche Gleichstellung Homosexueller [zu] bedanken und ihren Bundestagswahlkampf [zu] unterstützen", verbreitet eine Pressemitteilung des Verlages.

Amüsant daran ist, dass Stefan Kaufmann (von der homophoben CDU) und Michael Kauch (von der um Homostimmen buhlenden 4%-FDP) zwar schwul sind und sich für die rechtliche Gleichstellung einsetzen, aber bei entscheidenden Abstimmungen im Parlament immer die Parteihose dermassen voll haben - dass sie kneifen.

Und was ist mit DIE LINKE, die sich insgesamt vehement für Schwulenrechte engagiert?


Bruno Gmünder am 18.6.2011 in der taz: "...Ich war ja bis 1987, bis ich 22 war, nicht schwul. Ich war links. Ich hatte auf dem Internat Lenin, Stalin und Marx an der Wand hängen, sass in Stammheim in den Verhandlungen..."

Michael Schulze am 14.7.2013 in queer.de an Lieber Bruno Gmünder: 

" ... Ausgerechnet Barbara Höll von der Linksfraktion ging beim Geldverteilen leer aus. Dabei setzt sich die Leipzigerin seit über zwanzig Jahren im Deutschen Bundestag für LGBT-Rechte und für Menschen mit HIV und Aids ein. Anders als etwa ihr CDU-Kollege Stefan Kaufmann hat sie zahlreiche Gesetzesentwürfe, Anfragen und Debatten zu wichtigen queeren Themen initiiert – und stets für gleiche Rechte und nicht etwa dagegen gestimmt.


Doch offensichtlich besitzt Barbara Höll das falsche Parteibuch – und das entlarvt Dein willkürliches Geldverschenken als Nebelkerze im politischen Streit um gleiche Rechte und als plumpe, nicht mal wirklich durchdachte PR für den Verlag. Ist da etwa der antikommunistische Reflex dreier westdeutscher Unternehmer, die mit der Mauer groß geworden sind, größer als ein wirklich parteiübergreifender und glaubwürdiger Einsatz für LGBT-Rechte? Oder ist für eine engagierte Hetera in Deiner gesponserten Homo-Männer-Kungelrunde kein Platz? ... "

Spannend: Die am 14. Juli bereits bis zum Abend 80 (achtzig!) Leserkommentare zu "Michas Message"

Hasserfülltes Gmündersprech am 18.6.2011 in der (linken!) taz: "Man kann in der Community sehr viel Spass haben. Sie ist sehr menschlich. Nicht so wie die Linken, verzehrend, brutal, gehässig ... Die Linken missbrauchen dich immer. Als Köder, als Verräter, sehr gerne. Zu gegebener Zeit lassen sie dich dann hochgehen ..." 

Man beachte: "Die" Linken ... "die" Schwulen ... "die" Juden ... 

Anmerkung: Jede Menge ähnliche Linken-Ergüsse Gmünders sind aktenkundig




Zu Michael Müllers queer-Message der ziemlich publizitätsgeile, zu einem Schwulenmagazin konvertierte römisch-katholische Theologe David Berger - ebenso süffisant wie hinterfotzig -
"Lieber Micha ... eine solche Spendenaktion ist nicht eine öffentliche Sozialleistung, die alle Berechtigten gleichermaßen zu bedienen hat. Ihr beschwert Euch ja auch nicht, wenn Euch jemand eine Spende für Eure Arbeit gibt, aber queerpri nicht bedenkt! In Eurem Spendenaufruf für Frau Höll macht Ihr nun genau das, was wir auch erreichen wollen: dass nämlich viele sich an diese finanziellen Rückenwind für unsere Leute beteiligen. Wenn Ihr von queer.de jetzt auch noch so großzügig seid und auch noch mal 20.000 Euro für die Linke vorab sozusagen als gutes Beispiel für Eure Leser - spenden wollt, ist das ganz großartig!"

Richtig ist, dass die vor sich hinplätschernden Gmünderunternehmungen dringend mal wieder eine Reklame-Aktion nötig hatten und dass "einer der mächtigsten Schwulen aus Deutschland" (Gmünder über Gmünder) glaubt, sein schwules Gutmenschenimage mal wieder aufzupolieren müssen.

Welch (diarrhö-mässig) durchschlagende Wirkung die gmündersche Spendenaktion hatte, zeigt u.a. dieses Beispiel aus dem rechtsextremen, rechtspopulistischen, islamfeindlichen, deutsch-nationalen Lager:


Deutsch-nationale Volks-Aufklärung (Wikipedia): Politically Incorrect

Montag, 18. Februar 2013

Die "geistigen" Erben des Bruno Gmünder. Ein Kommentar.


Der viel bewunderte schwule Verleger, AIDS-Hilfe-Mitbegründer, Pornohändler und entschiedene Bareback-Gegner Bruno Gmünder, der sich auch selbst ganz besonders bewunderte („einer der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland“), machte - natürlich völlig ahnungslos (!) - bis Mitte 2008 auch satt Umsatz mit schwuler Bareback-Pornografie.

Im Juni 2011 übergab er alle seine Unternehmungen an die Herren Tino Henn, Nikolaus Reis und Michael Taubenheim.

Noch keine drei Monate später, im September 2011, erklärte der Vorsitzende Geschäftsführer der Bruno Gmünder Mediengruppe und Verleger der Zeitschrift MÄNNER, Tino Henn ("der neue schwule Medienfürst", amtierender Bundesvorstand Deutsche AIDS-Hilfe, ehemals Vorstand AIDS-Hilfe Köln, u.a. tätig im GESUNDHEITSWESEN):  „Unsere Unternehmen werden daher zukünftig die Sortimente um Pornos erweitern, in denen Männer ohne Kondome Sex haben."
(„wieder“ hätte Henn sagen müssen)

Das alles ist fein säuberlich in diesem brunoleaks-Blog dokumentiert.

Noch im September 2011, anlässlich des Berlin-Besuchs von Gottes Stellvertreter, zog der Alt-Verleger Bruno Gmünder mit Scharen von Protestierenden gegen Papst Benedikt XVI. und die römisch-katholische Kirche zu Felde. Das war insofern "amüsant", als dieser schwule Verleger in den 30 Jahren seiner so wahnsinnig "schwul engagierten" Tätigkeit nicht ein einziges Buch herausgebracht hat, das die Religionen - Verursacher von Schwulenhass, Schwulenverfolgung und Schwulenmorden - hier speziell das Christentum und die Römisch Katholische Kirche - in irgend einer Form zum Thema hatte.

Damit kommen wir zu der dritten schillernd-schwulen Persönlichkeit: Dr. theol. David Berger, 45, ...

* Studium der Philosophie, Theologie und Germanistik
* katholischer Theologe und Philosoph
* lehrte an der theologischen Ausbildungsstätte der Kongregation der Diener Jesu und Mariens in Blindenmarkt (Niederösterreich) im Bistum St. Pölten
* Ernennung zum Socio Corrispondente (korrespondierender Professor) der Päpstlichen Akademie des heiligen Thomas von Aquin
* arbeitete als katholischer Religionslehrer
* Vizepräsident der neu gegründeten Deutschen Thomas-Gesellschaft e.V.
* Mitherausgeber und Schriftleiter der katholischen Monatsschrift „Theologisches“, der in seinen Artikeln über Homosexualität die Worte "Unzuchtpartner" und "widernatürliche Unzucht" verwendete
* habilitierte mit dem Buch „Thomismus“, Große Leitmotive der thomistischen Synthese und ihre Aktualität für die Gegenwart im Fach Dogmatik an der Katholischen Universität Lublin in Polen
* Investitur zum Ritter des 1991 gegründeten polnischen Ritterordens der Gottesmutter von Jasna Góra
..... usw. usw.

 2010 veröffentlichte Berger sein „provokantes“ - speziell in Schwulenkreisen umjubeltes - Papst-und-Kirche-kritisches Buch „Der heilige Schein: Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche“, das sich für einen atheistischen und engagierten Schwulen wie eine banale Aufzählung seit Jahrzehnten bekannter römisch-katholischer Homophobie und Homoszene liest.

Themenwechsel:
Die rechtsextreme, katholisch-traditionalistische, antisemitische, homophobe, islamfeindliche und diffamierende Hetz-und-Horror-Webseite kreuz.net existierte seit 2004 ... ohne dass sich die Herren - Bruno Gmünder und Tino Henn - irgendwann oder irgendwo auch nur andeutungsweise öffentlich darüber aufgeregt hätte.

Erst die kreuz.net-dreckigen Bemerkungen über bzw. nach dem Tod (1. Oktober 2012) des dicken Homo-Clowns Dirk Bach, trieben - nach 9jährigem, ungenierten Treiben dieser Fäkalienschleuder - die ausserordentlich engagiert-emanzipatorischen Schwulen Tino Henn (samt Bruno Gmünder Verlag) und David Berger aus den Puschen, machten sie zu kreuz.net-Gegnern und initiierten die Kampagne „Stoppt kreuz.net“ (Kopfgeld-Prämie). Der ganze Dirk-Bach-Gedächtnis-Aktionismus-Zirkus war eine einzige, Image- und verkaufsfördernde PR-Kampagne für die Bruno-Gmünder-Produkte und -Sex-Shops, sowie für Tino Henn und David Berger.

Damit kommen wir zum Happy-End.

Man kann mit Fug und Recht sagen, dass das unselige „geistige“ Erbe des Bruno Gmünder in exakt den richtigen kommerzgeilen Händen gelandet ist: Im Februar 2013 machte der AIDS-Hilfe-Bundesvorstand und Bareback-Porno-Verkäufer Tino Henn den römisch-katholischen Gottesanbeter David Berger (ab Mai) zum Chefredakteur von MÄNNER, lt. Eigenwerbung „grösstes Lifestylemagazin für schwule Männer“ (oder wie es Insider gerne formulieren: die unverfrorendste Eigenwerbepostille für den ganzen Homo-Plunder der Bruno-Gmünder-Mediengruppe)

MÄNNER-Leser dürfen sich auf was gefasst machen!

Möge Gottesanbeter Berger - in Gottesnamen! - die Auflage in himmlische Homo-Höhen treiben.

Mittwoch, 25. April 2012

siegessäule, queernews.at, schwulissimo, queer.de, Männer, taz ... schwule Blogs ... über Bareback Gay Porn im Hause Bruno Gmünder


Tino Henn, Bundesvorstand Deutsche Aids-Hilfe, frischgebackener Bareback-Porno-Verkäufer

Die Community ist supi. Die Szene supi-supi. Beck, Kerkeling, Lagerfeld & Co. sind supi. Schwule Filme und Bücher sind supi. Bruno Gmünder Bücher sind grundsätzlich supi-supi. Homo-Ehe-Gegner sind mies. Homo-Paar-Adoptions-Gegner fies. KZ-Wiedergutmachungs-gegner fies-fies. Hasssänger, Homohetzer und all die kleinen und grossen Homophoben - alles Dreckskerle ...

In schwulen Medien, Blogs usw. ist die Welt fein säuberlich geteilt. In Weiss und Schwarz. Auf den schwulen Seiten herrscht - über Schwule und alles Schwule - eitel Sonnenschein. Auf der hetero-hinterfotzigen Seite gibts schaufelweis ähbäh, igitt, pfuideifi.

Nur drei Schwule fallen mir ein, die nicht alles Schwule ausnahmslos himmlisch finden: Elmar Kraushaar (hin und wieder), Ralf König (neuerdings), das Blog schwulundsatirisch (regelmässig).

Der Rest ist Freude, Vögeln, Eierkuchen.

http://schwulundsatirisch.blogspot.de/2012/04/hurra-die-kunden-des-bruno-gmunder.html

Am Donnerstag, den 19. April, bekamen wir jene Hausmitteilung "Thema Bareback-Pornos - Stellungnahme von Tino Henn, Vorsitzender Geschäftsführer der bruno Gmünder Mediengruppe und Verleger der Zeitschrift Männer" zugesteckt und veröffentlichten sie unter der Headline "Das Erbe des Bruno Gmünder ..."

Wir baten einen Freund um Mithilfe. Am 21. und 22. April schickte der den Link von "Das Erbe des Bruno Gmünder..." an rund 140 Mailboxen: Schwule Redaktionen, Aids-Hilfen, schwule Buchläden, Handelsfirmen, Vereine, ein paar bekannte schwule Namen ...

Hatten sich die Zugriffszahlen auf brunoleaks (da hier über lange Zeit wenig Neues eingestellt wurde) auf 40 bis 50 täglich eingependelt, schnellten sie zwischen dem 21.und 24. April sprunghaft auf 400 bis (Gipfel) 552 Zugriffe täglich hinauf.

Kommentare = 0
Reaktionen in schwulen Internetkreisen = 0

Dass es dem Pornohändler Bruno Gmünder Verlag die Sprache verschlägt, ist verständlich.

Dass sich das grösste schwule Nachrichten- und Bruno-Gmünder-Lobpreisungs-Portal Queer.de zu kritischen Dingen in Schwulenkreisen grundsätzlich wegduckt, gilt dort als journalistische Sorgfaltspflicht - oder so.

Googelt man heute, 5 Tage nach Bekanntmachung der Tino-Henn-Porno-Mitteilung, die Wortkombinationen "Tino Henn Bareback Porno" oder "Bruno Gmünder Bareback Porno" erscheinen ausschliesslich Ergebnisse von schwulundsatirisch und brunoleaks.

Donnerstag, 19. April 2012

Das Erbe des Bruno Gmünder: 25 Jahre Kampf gegen Bareback-Sex sind genug. Tino Henn will endlich bei Bareback-Pornos mit absahnen.


"Man muss erkennen, wie die Suppe langsam aus dem Mund und aus dem Arsch herausläuft. Dann ist es richtig geil und es gibt die Kohle. Die Leute lieben das!" Mit dieser Aussage eines "bedeutenden russischen Produzenten für Gay-Vollerotik" beginnt der Beitrag "Welcome to Bareback City" im  schwulen Magazin DU & ICH EXTRA Nr. 21, Ausgabe August/September 2006, Seiten 38 bis 43.

Ein Beitrag über den gewissenlosen Einsatz osteuropäischer Jungen für die Produktion schwuler Bareback-Pornos. Thema: Für Peanuts vögeln Jugendliche um ihr Leben.

U.a. steht in dem Artikel diese Zeile: "... Firmen wie ... Bruno Gmünder ... kaufen das Material aus Osteuropa und vermarkten es ... "

Auf einer ganzen Gegendarstellungs-Seite wehrt sich und widerspricht Verleger Bruno Gmünder: "... [das] widerspricht unserer Verantwortung als schwule Männer für uns selbst, unsere Partner und unsere Community... haben wir Bareback-Filme immer abgelehnt... Bareback ist Spaß ohne Rücksicht auf den Partner und Verluste, Bareback ist Lust ohne Zukunft,  Sex ohne Verantwortung..." 

Gmünder, dessen Lebenspartner 1997 nach schwerem Kampf an Aids verstarb, hatte sich seit 1983, als er die "Deutsche A.I.D.S.-Hilfe e.V." mit begründete, gegen kondomlosen Sex engagiert. Dieses Engagement war, wie mehrfach in diesem Blog nachgewiesen, zwiespältig.

U.a. feuerte er - in bekannt gmünderscher Gutsherrenart - Pornoproduzenten aus seinem Laden und liess Anlieferungen schwuler Magazine, in denen u.a. zwei/drei Bareback-Filme vorgestellt wurden - kommentarlos und ohne Vorwarnung auf Kosten der Lieferanten zurückgehen ... während gleichzeitig - sowohl im Handelsprogramm wie auch in seinen Läden - weiter Bareback-Pornos feilgeboten wurden.

Ich weiss nicht, wieviele Pornodarsteller und - darstellerinnen wegen Aids sehr früh ihr Leben liessen. Es waren viele. Sehr viele. Und immer noch infizieren sich Sexfilmdarsteller mit HIV. Denn das Bareback-Porno-Geschäft brummt. Nicht nur im schwulen Bereich werden weltweit Ahnungslose, zumeist mit lächerlichen Honoraren geködert, und zum Ficken ohne Kondome vor die Kameras gelockt.

Das Genre Bareback-Pornos ist eines der wenigen, das dem Sex-Handel noch handfeste Gewinne einfährt.

Meldung vom Januar 2012: Mit überwältigender Mehrheit hat der Stadtrat von Los Angeles die Verordnung "Sicherer Sex in der Erwachsenen-Film-Industrie" verabschiedet. Will sagen: Kondompflicht für Pornodarsteller.


In dieser Situation empfindet der Vorsitzende Geschäftsführer der Bruno Gmünder Mediengruppe, Tino Henn " .. die sog. Bareback-Debatte [als] völlig entglitten", stellt die dummfreche Frage "Was ist Bareback überhaupt?" Und beantwortet sie mit "Die Entscheidung, wer welchen Sex hat, liegt bei jedem selbst. Wir möchten unsere Kunden nicht entmündigen..."

Tino Henn: "Unsere Unternehmen werden daher zukünftig die Sortimente um Pornos erweitern, in denen Männer ohne Kondome Sex haben."

Schöner und wortreicher lässt sich kaum erklären, wie man seinen sinkenden Umsatz wieder zu steigern gedenkt.

25 Jahre lang haben die Unternehmen des Bruno Gmünder ihre Kundschaft entmündigt. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Interessant immerhin, dass Tino Henn ausgerechnet mit dieser fantastischen Neuigkeit (Heute erkläre ich meine Kunden für volljährig) nicht vor die Presse gegangen ist. Wahrscheinlich stand der Regierende Berliner Bürgermeister Wowereit als nützlicher Nachrichtenüberbringer gerade nicht zur Verfügung. Auch im allwissenden schwulen Nachrichtendienst Queer.de kein Wort.

Es handelte sich nämlich um eine Mitarbeiterinformation "nur für interne Zwecke", sozusagen streng geheim.


Die schwulen Bareback-Porno-Produzenten können aufatmen.

Die dummen, geldgierigen Bareback-Darsteller brauchen sich über Rente und Alzheimer nicht mehr den Kopf zu zerbrechen.

Auch der unter sexuellem Volldampf stehende Jungschwule möge doch bitte hennsche Mündigkeit und Aufgeklärtheit an den Tag legen.


Wie sagen Unternehmer gerne, wenn sie sich verabschieden: "Wünsche gute Geschäfte, Herr Henn!"


Mittwoch, 22. Februar 2012

brunoleaks feiert Jubiläum - mit einer Bruno Gmünder Retrospektive


Am 22. Februar 2012 ging brunoleaks an den Start. 39.512 mal wurde das Aufklärungs-Blog angeklickt. Das sind im Schnitt 108 Seitenaufrufe täglich. Einige haben brunoleaks ein rasend schnelles Ende vorausgesagt. Davon kann keine Rede sein. Obwohl hier seit knapp 3 Monaten kein einziger neuer Eintrag eingestellt wurde, verzeichnet brunoleaks mit erstaunlicher Konstanz (im Schnitt) gut 60 Zugriffe täglich.

Nach Deutschland informieren sich besonders viele Bruno-Fans aus den Vereinigten Staaten, der Schweiz,  Österreich und Frankreich auf diesem Blog. Selbst in Thailand gibt es erstaunlich viele Bruno-Neugierige, obwohl das Label Thailand hier nicht einmal als Suchbegriff existiert.

Total ausgeblieben sind entsetzte, heftige und böse Reaktionen, Gegendarstellungen, Drohungen und leider auch Korrekturmeldungen, obwohl der Archivar nicht nur fest damit gerechnet, sondern sie - hoffend auf eine belebende Diskussion - einkalkuliert hatte. Sage und schreibe nur zwei Kommentare (von sich auskotzenden Spinnern) wurden in den vergangenen 365 Tagen gelöscht.

In zwei Fällen hat Wikipedia die Verlinkung mit brunoleaks abgelehnt, in zwei anderen Fällen besteht sie und wurde nicht moniert.

Natürlich wissen wir, dass auch hier die Lebensgeschichte des berühmten schwulen Verlegers Bruno Gmünder noch längst nicht komplett ist. Grosse, sehr interessante Lücken gibt es noch auszufüllen. Darum werden wir uns - zur Freude der weltweiten Bruno-Fan-Gemeinde - auch in Zukunft bemühen.